Versandkostenfalle bei Amazon
Amazon teilt 1-Click-Bestellungen je nach Verfügbarkeit der Artikel in Einzellieferungen auf. Dadurch können Bestellern ungewollt Versandkosten entstehen.
Amazons patentiertes 1-Click-Verfahren hat es in sich. Seit kurzem teilt die Firma damit erteilte Bestellungen eigenmächtig nach Verfügbarkeit der Artikel auf: Alle Waren, die innerhalb von drei bis vier Tagen lieferbar sind, fasst Amazon zu einer Bestellung zusammen, den Rest zu einer zweiten.
Liegt der Wert einer dieser Lieferungen unter 20 €, stellt Amazon dafür automatisch Versandkosten in Rechnung. Die Website weist auf dieses Verfahren ebenso wenig hin wie die AGB, lediglich in der Hilfe findet sich ein Hinweis darauf. Wer die Versandkosten mit Sicherheit umgehen wolle, dürfe eben 1-Click nicht benutzen, heißt es dort. Zwar ist es im Prinzip möglich, zwei Lieferungen per Webformular nachträglich zusammenzufassen. Im Einzelfall funktioniert dies jedoch nicht, wenn die Bearbeitung einer Lieferung schon zu weit fortgeschritten ist.
Amazon hat inzwischen klargestellt, dass Kunden Teillieferungen auch per Mail zu einer zusammenfassen lassen können, sofern nicht schon Produkte im Versand sind. Sind bei 1-Click-Bestellungen durch die Aufteilung Versandkosten entstanden, erstattet die Firma diese auf Nachfrage. (ck)