Insolvenzverfahren für das Softwarehaus Heyde eröffnet

Das im April beantragte Insolvenzverfahren für das Softwarehaus Heyde ist jetzt eröffnet worden.

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  • dpa

Das Insolvenzverfahren für das Softwarehaus Heyde ist eröffnet worden. Zur Insolvenzverwalterin für die Heyde AG sei die Rechtsanwältin Angelika Amend bestellt worden, teilte das Unternehmen dazu am Montag mit. Die Heyde AG hatte am 8. April 2002 Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Friedberg hatte daraufhin Amend bereits zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Rund 1200 Menschen arbeiten weltweit für den Software- und Beratungsspezialisten.

Dramatische Verluste hatten das Unternehmen Anfang März gezwungen, seine Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung am 29. April einzuladen. Unprofitable Töchter in Spanien, Großbritannien und Brasilien machten Abschreibungen in Millionenhöhe notwendig.

Nach dem Insolvenzantrag hatte das Softwarehaus erklärt, die Gläubigerbanken hätten zwar ihre Unterstützung für die nächste Restrukturierungsphase zugesagt, dann aber nicht das notwendige Geld zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hatte im Februar neue Sanierungsmaßnahmen angekündigt, nachdem ein Umbauprogramm im Jahr zuvor keinen Erfolg hatte. Der Damalige Vorstandschef Dirk Wittenborg musste deshalb im Februar seinen Hut nehmen. Finanzvorstand Axel Buchholz trat an seine Stelle. (dpa) / (wst)