MobilCom-Chef will notfalls gegen France Telecom klagen
Gerhard Schmid will die Franzosen unter Umständen per Gerichtsbeschluss dazu zwingen, sein Aktienpaket sofort zu kaufen.
MobilCom-Chef Gerhard Schmid will den Streit mit Anteilseigner France Telecom notfalls vor Gericht austragen. Er wolle die Franzosen per Gerichtsbeschluss dazu zwingen, sein Aktienpaket sofort zu kaufen, falls der Ausbau des UMTS-Netzes nicht wie geplant vorangetrieben werde, sagte Schmid in einem Interview der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Der Zug fahre auf die France Telecom zu. "Will France Telecom einen Strategiewechsel, bitte, sofort. Sollen sie MobilCom ĂĽbernehmen. Ein Schmid steht dem nicht im Wege", sagte der MobilCom-Chef.
France Telecom-Chef Michel Bon müsse es sich aber genau überlegen, ob er es zu einem Verfahren kommen lasse, sagte Schmid. Ein Prozess könne zum Desaster für France Telecom werden. Ein französischer Staatskonzern müsste einem deutschen Richter erklären, warum er Verträge breche, 6000 Arbeitsplätze und das Geld Tausender Kleinaktionäre gefährde. "Kaum vorstellbar, dass Herr Bon sich das zumutet, noch dazu mitten im französischen Wahlkampf", sagte Schmid der Zeitung weiter.
Schmid hatte bereits am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens in Hamburg gesagt, entweder werde in Deutschland durch die Finanzierungszusagen von France Telecom schnell das UMTS-Netz aufgebaut, oder France Telecom mĂĽsse MobilCom ĂĽbernehmen. (dpa) / (mw)