Roboter-Fußballer der Dortmunder Uni werden Vize-Weltmeister
Das Roboter-Fußballteam des Lehrstuhls Informatik I hat bei der Weltmeisterschaft der Federation of International Robot-Soccer Association (FIRA) überraschend den zweiten Platz errungen.
Das Roboter-Fußballteam des Lehrstuhls Informatik I der Universität Dortmund hat bei der Weltmeisterschaft der Federation of International Robot-Soccer Association (FIRA) in Seoul überraschend den zweiten Platz errungen. Nach knappen Siegen in der Hauptrunde wurden die Dortmunder im Endspiel der "Middle League MiroSot" von der koreanischen Mannschaft der Universität SungKyunKwan gestoppt.
Die Fira-Meisterschaften werden mittlerweile in sechs realen und zwei Simulations-Ligen gespielt -- der Schwerpunkt der Fira-Ligen liegt allerdings im Unterschied zur RoboCup Federation eher auf kleineren Robotern. Dennoch haben sich die Ligen der konkurrierenden Verbände mittlerweile angeglichen. Wie auch bei der RoboCup-Weltmeisterschaft, die vom 19. bis 25. Juni in Japan stattfindet, traten in Korea erstmals humanoide Roboter gegeneinander an, die sich allerdings zunächst noch auf vorbereitende Disziplinen wie Wett- und Hindernislauf beschränkten.
Beim Micro Robot World Cup Soccer Tournament (MiroSot) treffen auf einem 1,30 m × 1,50 m großen Spielfeld zwei Roboter-Teams aufeinander, die jeweils aus drei maximal 75 mm × 75 mm × 75 mm großen Feldspielern bestehen. Eine Farb-CCD-Kamera beobachtet das Spielgeschehen. Von einem Zentralrechner wird über eine Farberkennung mittels Pixel-Such-Methode die Position der Roboter der eigenen Mannschaft und des Golfballes herausgefunden und an die einzelnen Spieler weitergeleitet.
In dieser Spiel-Liga traten 32 Mannschaften aus allen Erdteilen an. Bereits in den Vorrundenspielen in der koreanischen Stadt Gwangju unterstrichen die Dortmunder ihre Ambitionen: In der zweiten Europagruppe gelangen ihnen klare Siege gegen die Mannschaften aus Spanien und Irland, sodass sie als einziges Team ohne Punktverlust blieben.
Dr. Norbert Jesse, Teamleiter der Dortmunder in Korea, ist zufrieden: "In den vergangenen drei Jahren haben die Teams in der Fußballrobotik Beachtliches geleistet. Gleichwohl haben die Spiele in Seoul gezeigt, dass wir noch sehr intensiv an Grundlagen wie der Planung der Bewegungen, der Abstimmung zwischen den einzelnen Spielern und der Qualität der Bildauswertung arbeiten müssen. Erst danach können unsere Konzepte für das Lernen von Spielstrategien und die Entscheidung über taktische Varianten richtig greifen". (wst)