DVD-Piraten im Fadenkreuz von Hollywood

Zum ersten Mal ist der Polizei in den USA ein DVD-Pirat ins Netz gegangen.

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Von
  • Egbert Meyer

Zum ersten Mal ist der Polizei in den USA ein DVD-Pirat ins Netz gegangen. Wie US-Medien berichten, hat die New Yorker Polizei am Wochenende aufgrund einer Anzeige der Motion Picture Association of America (MPAA) in der Bronx eine Fälscherwerkstatt ausgehoben, in der Raubkopien neuerer Hollywood-Produktionen angefertigt wurden.

Die medienwirksame Aktion erwies sich im Nachhinein allerdings als wenig spektakulär. Offenbar ist der Polizei nur ein kleiner Fisch ins Netz gegangen. Nach Angaben des New York Police Department wurden zwei Computer, 15 DVD-Brenner sowie 1208 Raubkopien von Filmen wie "Lord of the Rings," "Training Day" and "Ali." konfisziert. Die Polizei stellte weiterhin rund 5000 US-Dollar Bargeld sicher und nahm eine Person in Gewahrsam.

Beobachter sehen in der Aktion allerdings ein Hinweis darauf, dass die MPAA nun die Gangart gegen Kleinkriminelle verschärft. Schließlich beziffert der Verband den Schaden, der der Film-Industrie pro Jahr durch Raubkopierer abseits des Internet entsteht, auf rund 3 Milliarden US-Dollar, blieb jedoch konkrete Belege für genannte Summe schuldig. (em)