Preiserhöhungen für PCs angekündigt (Update)

Wegen gestiegener Komponenten-Preise, vor allem bei DRAMs und LCDs, wollen einige Hersteller die Preise für PCs anheben.

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Von
  • Jürgen Kuri

Apple hat es mit Preiserhöhungen für den neuen LCD-iMac vorgemacht, nun scheinen die PC-Hersteller nachzuziehen: Wegen gestiegener Komponenten-Preise wollen einige Firmen die Preise für ihre Rechner um 10 bis 20 Prozent heraufsetzen, berichtet die japanische Finanz-Zeitung Nihon Keizai Shimbun. NEC bestätigte bereits gegenüber US-Medien entsprechende Pläne, wollte aber noch keine Details über den Umfang nennen. Besonders die Kosten für die Beschaffung von DRAM-Chips und für LCD-Bildschirme seien massiv gestiegen, gab NEC als Begründung für die Maßnahme an. Auch hat offensichtlich der schwache Yen dazu geführt, dass die Beschaffungskosten vieler Hersteller über den Erwartungen gelegen haben.

Auch IBM und Fujitsu sollen nach dem Zeitungsbericht an Preiserhöhungen denken. Gegenüber heise online bestätigten Vertreter von IBM Deutschland und Fujitsu-Siemens, dass ihre Computer auch in Europa demnächst mehr kosten werden. "Die Preiserhöhung bei Speicherchips sind anders nicht aufzufangen", sagte der Siemens-Sprecher. "Eine mögliche Preiserhöhung wird aber nicht außerhalb gewöhnlicher Schwankungen liegen. Also handelt es sich nicht um einen grundsätzlichen Trend", sagte der Siemens-Sprecher beschwichtigend. Genauere Angaben wollte keiner der Firmensprecher machen.

Die US-Zeitung USA Today berichtet ebenfalls von einem Preisanstieg bei LCD-Monitoren. "Wer darüber nachdenkt einen LCD-Monitor zu kaufen, sollte diese Entscheidung schnell treffen", zitiert das Blatt Jeff Volpes, Manager beim Monitor-Hersteller ViewSonic. Seit Oktober seien die Preise für die dünnen Displays wieder um 15 Prozent gestiegen, nachdem sie in der letzten Zeit auch zu für Endanwender erschwinglichen Preisen verkauft wurden. Dieser Anstieg werde sich auf den Kaufpreis der Rechner auswirken. (jk)