Ericsson rechnet erst 2003 mit Gewinn
Der schwedische MobilfunkausrĂĽster Ericsson hat seinen Verlust vor Steuern im zweiten Quartal 2002 auf 370 Millionen Euro verringert.
Der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson hat seinen Verlust vor Steuern im zweiten Quartal 2002 deutlich auf 3,5 Milliarden Kronen (370 Millionen Euro) verringert. Im Vorjahreszeitraum hatte der weltweit zweitgrößte Handyhersteller noch einen Verlust vor Steuern von minus 5,1 Milliarden Kronen (574 Millionen Euro) gemacht, teilt Ericsson mit. Im vorigen Quartal betrug der Verlust 5,4 Milliarden Kronen. Der Umsatz fiel angesichts der Flaute auf dem Handymarkt im zweiten Quartal von 55,5 Milliarden Kronen im Vorjahr auf 38,5 Milliarden Kronen.
Sein Unternehmen arbeite weiter darauf hin, im Laufe des kommenden Jahres wieder schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Konzernchef Kurt Hellström. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin wird sich die Zahl der Ericsson-Mitarbeiter bis Ende 2003 auf weniger als 60.000 reduzieren. Das wäre ein weiterer Abbau von rund 5000 Arbeitsplätzen. Bisher hatte das Unternehmen einen Stellenabbau auf rund 65.000 Beschäftigte bis Ende 2003 angekündigt.
Zwar gehe Ericsson davon aus, dass der Mobilfunkmarkt ein langfristiger Wachstumsmarkt sei, doch werde der Markt für Mobilfunkausrüstung in diesem Jahr um etwa 15 Prozent und damit stärker schrumpfen als ursprünglich angenommen. Die Zahl der verkauften Mobiltelefone werde etwa so groß ausfallen wie 2001 mit rund 390 Millionen, hieß es. Zuvor hatte Ericsson mit rund 400 bis 420 Millionen Handys gerechnet. (dpa) / (anw)