IEEE prämiert Potsdamer und Berliner Forscher
Zwei deutsche Forschergruppen erhielten jeweils einen dritten Preis bei der Webservices-Konferenz der IEEE.
- Christian Kirsch
(Bild:Â HPI/J. Lemmel)
Mit einem System, das die Nutzung von Webservices vereinfachen soll, haben fünf Studenten (Mohammed AbuJarour, Mircea Craculeac, Falko Menge, Tobias Vogel, Jan-Felix Schwarz) des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts den dritten Platz im internationalen Wettbewerb "Services Cup" errungen. Den Wettbewerb veranstaltet die IEEE seit 2006 im Rahmen ihrer Webservices-Konferenz. Zentrale Komponente des "PoSR" (Potsdam Services Registry) getauften Verfahrens ist eine Methode zum Finden von Webservices. Dieser Crawler speichert gefundene Dienste in einem "DEPOT" genannten Repository. Für jeden Dienst kann PoSR ein GUI erstellen, das sich mit einem integrierten im Browser laufenden Editor modifizieren lässt. Der Service Composer erlaubt das Kombinieren mehrere Webservices per Drag & Drop und erstellt ebenfalls automatisch ein GUI für diese Komposition. Außerdem lässt sich mit einem Werkzeug ein Webservice aus herkömmlichen HTML-Formularen generieren.
Einen weiteren dritten Preis gewann ein vierköpfiges Team der Berliner Humboldt-Universität und des spanischen Krebsforschungszentrums CNIO. Johannes Starlinger, Florian Leitner, Alfonso Valencia und Ulf Leser befassten sich mit "SOA-based Integration of Text Mining Services". Ihr aus der Biowissenschaft stammendes Web-Werkzeug besteht aus Basisdiensten, die die Textextraktion übernehmen, einem Metaservice, der als zentraler Zugang zu dieser Basis fungiert, und einem Aggregationsdienst. Letzterer bietet Funktionen für das Anzeigen, Vergleichen und Zusammenfassen der von den Basisdiensten gelieferten Ergebnisse. Jede Schicht ist als Webservice gestaltet. (ck)