Premiere-Chef Kofler weckt Hoffnungen
Bereits in der nächsten Woche soll sich das Schicksal von Premiere entscheiden. Bis dahin wollen die Banken über einen Kredit entscheiden.
In der nächsten Woche soll sich das Schicksal des Bezahl-TV-Senders Premiere entscheiden. Während bei den Mitarbeitern an den Standorten München und Hamburg täglich Abschieds-Mails ihrer Kollegen -- deren Jobs in einer großen ersten Kündigungswelle bei dem angeschlagenen Unternehmen gestrichen wurden -- eingehen und der Frust damit täglich zunimmt, hat Premiere-Chef Georg Kofler einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge gegenüber Vertetern der Bayerischen Landesbank und der HypoVereinsbank eine gute Figur gemacht. Er habe Grundzüge seines Konzeptes zur Fortführung des defizitären Senders vorgestellt.
Bis zum Erreichen der Gewinnschwelle benötige der Sender demnach deutlich weniger als die früher spekulierten zwei Milliarden Euro. In den kommenden Tagen wollen sich die Vorstände von HypoVereinsbank und Bayerischer Landesbank mit dem Wunsch nach einem Überbrückungskredit beschäftigen. "Heute gibt es noch keine Entscheidung, erst in der nächsten Woche", zitierte die FTD Bankenkreise. Premiere hatte mit seinen Milliardenverlusten den Zerfall des Kirch-Imperiums mit ausgelöst. Allein im vergangenen Jahr betrug das Minus vor Steuern und Zinsen 989 Millionen Euro. (tol)