Reporter Wontorra darf trotz Mobilfunker-Streit zur WM

Der SAT.1-Journalist macht Reklame für Vodafone, die WM-Sendung wird aber vom Konkurrenten T-Mobile "präsentiert".

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Von
  • Torge Löding

Sat.1-Reporter Jörg Wontorra darf erneut die strapaziöse Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Fernost antreten. Die Deutsche Telekom, Sat.1 und die ProSiebenSat.1 Media AG haben sich bei einem Krisengespräch am Montagabend in Berlin auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach darf Wontorra nicht als Anchorman in der Sendung "WM-Fieber" auftreten, sondern nur als Kommentator.

Zuvor war fĂĽr Wontorra die FuĂźball-Weltmeisterschaft bereits nach dem ersten Tag kurzfristig beendet. Sat.1 hatte den Moderator aus "internen GrĂĽnden" nach Deutschland zurĂĽckgerufen. Wontorra, der als Anchorman zusammen mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Thomas Helmer aus dem deutschen Lager berichten sollte, reiste bereits am Samstag von Tokio nach Deutschland.

Grund für die überraschende Personal-Entscheidung war ein Konflikt wegen unterschiedlicher Werbeinteressen. Wontorra wirbt mit einem persönlichen Sponsorvertrag für den Mobilfunkkonzern Vodafone. Die tägliche Sat.1-Sendung "WM-Fieber" wird aber vom Vodafone-Konkurrenten Telekom (T-Mobile) "präsentiert". (tol)