Drahtlos surfen im Café

Ab sofort können PDA-Besitzer in Coffeebars des Unternehmens Meyerbeer drahtlos über so genannte Bluetooth-Hotspots surfen.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Ab sofort können Besitzer von Handhelds, die die Funktechnik Bluetooth beherrschen, in Coffeebars des Unternehmens Meyerbeer drahtlos über so genannte Bluetooth-Hotspots surfen. Dies sind deutschlandweit die ersten öffentlichen Internetzugänge, die auf der Kurzstreckenfunktechnik Bluetooth gründen.

Die Infrastruktur -- Bluetooth Access Points von Red-M und Pico Communications sowie zugehörige Internet-Anschlüsse -- betreiben die Sofa Networks GmbH und Meyerbeer in Kooperation. Zusätzlich zu Bluetooth gibt es auch eine Funkversorgung gemäß der Funknetz-Spezifikation WLAN. Anwender, die einen Handheld mit Bluetooth-Funk haben, können in den Coffeebars Tickets zu fünf Euro (ermäßigt 2,50 Euro) erwerben und damit eine Stunde im Internet surfen. Derzeit sind sechs Filialen in Berlin, je zwei in Mannheim und München sowie je eine in Bielefeld, Essen, Regensburg und Wolfsburg als Hotspots ausgelegt. In Bochum, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Mainz und Münster sei der Service in Vorbereitung, heißt es. Die Adressen sind unter www.sofanet.de und www.meyerbeer-coffee.de gelistet.

Bluetooth ist für maximal 723 KBit/s ausgelegt, die Reichweite beträgt bei der Pico-Version bis zu zehn Meter und bei der Mega-Version bis zu 100 Meter. Anders als etwa die Drahtlos-Technik IrDA braucht Bluetooth jedoch keinen Sichtkontakt zwischen den Gegenstellen. Noch gibt es recht wenige PDAs mit eingebautem Bluetooth, weshalb bei Hotspot-Szenarios die Hauptrolle den Bluetooth-Erweiterungen zukommt, mit denen man Palms oder Windows-CE-PDAs nachrüsten kann.

Für Windows-CE-Geräte von Compaq hat TDK Systems dieser Tage eine Erweiterung namens bluePAQ auf den Markt gebracht, die es zum stolzen Preis von 250 Euro bei Palm And More zu kaufen gibt. Die Bluetooth-Karte für Palm-Geräte mit SD-Steckplatz ist mit rund 200 Euro auch nicht viel billiger. Man kann sie vom Fachhandel oder über Palm Direct beziehen. Deutlich günstiger sind immerhin USB-Erweiterungen für Laptops und Notebooks, über die man sich ebenfalls in Bluetooth-Hotspots einklinken kann. Manche Hersteller bieten die daumengroßen Module bereits für unter 100 Euro an. (dz)