Chipfirma SiS macht wieder Gewinn
Erstmals seit knapp zwei Jahren arbeitet die taiwanische Chipfirma Silicon Integrated Systems (SiS) wieder profitabel.
Die taiwanische Chipfirma Silicon Integrated Systems (SiS) hat das erste Jahresquartal 2002 mit umgerechnet rund 857.000 Euro Gewinn (26 Millionen Neuen Taiwan Dollars TWD) vor Steuern abgeschlossen. Damit arbeitete das Unternehmen erstmals seit knapp zwei Jahren wieder profitabel.
SiS führt das Wachstum des Umsatzes um 31,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal auf jetzt 3,61 Milliarden TWD (119 Millionen Euro) vor allem auf den gestiegenen Verkauf von Pentium-4-Chipsätzen zurück. Nach Angaben von DigiTimes.com setzte SiS in den ersten drei Monaten dieses Jahres über 4,5 Millionen Chipsätze und rund 1 Million Grafikchips ab.
Die Taiwaner wollen mit weiter steigenden Chipsatz-Verkaufszahlen ihren Marktanteil von 17 Prozent in diesem Segment halten. Zu den Chancen der Grafikchips äußerte sich SiS vorsichtiger; laut DigiTimes sei der Einfluss der kommenden Intel-Chipsätze i845G und i845GL mit integrierter Grafik für Pentium-4-Rechner noch nicht abschätzbar.
Im Unterschied zu den Konkurrenten VIA, ALi und den in den Chipsatzmarkt drängenden Grafikspezialisten ATI und Nvidia besitzt SiS eine eigene Wafer-Fab. Im abgelaufenen Quartal produzierte SiS 37.000 Wafer, im nächsten Quartal sollen es 41.500 werden. Die laut SiS im Aufbau befindliche 300-mm-Fertigungslinie konnte das Unternehmen aber nicht wie geplant schon im Jahr 2001 in Betrieb nehmen. (ciw)