Regierung sieht Weichen für mehr moderne Arbeitsplätze gestellt

In den Industriebranchen mit Forschung und Entwicklung seien zwischen 1997 und 2001 rund 92.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

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Werner Müller und Edelgard Bulmahn meinen, dass die Grundlagen für einen Zuwachs an modernen Arbeitsplätzen geschaffen seien. In den Industriebranchen mit Forschung und Entwicklung (FuE) seien zwischen 1997 und 2001 rund 92.000 neue Arbeitsplätze entstanden, "bei den wissensintensiven Dienstleistungen sogar über 400.000", berichtete am heutigen Montag Bundeswirtschaftsminister Müller.

Zusammen mit Bundesforschungsministerin Bulmahn zog der Wirtschaftminister eine positive Bilanz der gemeinsamen Innovationsförderung. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Entwicklung seien gegeben. Beide Ministerien erhöhten ihre Mittel für Forschung und Entwicklung seit 1998 nach eigener Darstellung um zusammen 18 Prozent: Nach 6,1 Milliarden Euro 1998 stünden nun 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Industrie habe ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im gleichen Zeitraum um 23 Prozent gesteigert. Insgesamt sei der Anteil der FuE-Aufwendungen am Bruttoinlandsprodukt innerhalb von vier Jahren von 2,3 auf 2,5 Prozent gestiegen. Müller wies auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen durch Öffnung der Telekommunikations-, Post- und Energiemärkte hin.

Bulmahn betonte, dass die Fördermittel für Technologietransfers inzwischen zu 60 Prozent Klein- und Mittelbetrieben zugute komme. "Wir können es uns nicht leisten, Innovationsreserven in Deutschland ungenutzt zu lassen." Die Regierung setze "als Königsweg" vor allem auf Existenz- und Ausgründungen. Der Abbau des Fachkräftemangels sei eingeleitet. 1998 hätten in Deutschland erst 28 Prozent der jungen Menschen eines Jahrgangs ein Studium begonnen. 2001 seien es schon 32,4 Prozent gewesen. Bulmahn meint, das sei auch eine Folge des neuen BAföGs. Im Jahr 2010 sollen es nach dem Willen der Regierung rund 40 Prozent sein.

Die neue Broschüre "Innovationspolitik -– Mehr Dynamik für zukunftsfähige Arbeitsplätze" will einen Überblick über den Stand der gemeinsamen Arbeit der beiden Bundesministerien bieten. Darin werden Forschern, Unternehmern und Existenzgründern zahlreiche Adressen und Förderhinweise anheim gestellt. Sie steht auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums als PDF-Datei zum Download bereit. (anw)