Studie: EU-Beitrittsländer holen bei Telekommunikation auf

Der Telecom-Umsatz in Zentral- und Osteuropa soll in diesem Jahr doppelt so hoch wachsen wie in der EU.

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  • dpa

In der Telekommunikation haben die EU-Beitrittsländer in Osteuropa zur großen Aufholjagd geblasen. In diesem Jahr steigern die Länder Zentral- und Osteuropas im Mobilfunk, Festnetz und mit Datendiensten den Umsatz auf 16,3 Milliarden Euro, berichtet das Beratungsunternehmen Arthur D. Little in einer Studie über die Telecom-Märkte in Osteuropa. Der Zuwachs fällt damit doppelt so hoch aus wie in der EU. Dennoch erreicht das Marktvolumen erst ein Drittel der erwarteten Telecom-Umsätze in Deutschland.

Mit 40 Prozent entfällt der Löwenteil des Geschäfts auf Polen. Pro Kopf soll nach den Schätzungen der Experten in diesem Jahr allerdings Slowenien mit 330 Euro Umsatz die Liste anführen, gefolgt von Ungarn mit 240 Euro und Tschechien mit 220 Euro. Für die Zukunft erwartet die Beraterfirma eine zunehmend dominierende Stellung der Mobilfunkbetreiber. Im kommenden Jahr würden sie mit über neun Milliarden Euro 20 Prozent mehr Umsatz erzielen als die Festnetzanbieter.

Einige der zehn großen westeuropäischen Telecom-Unternehmen in Osteuropa werden nach Einschätzung von Arthur D. Little ihr Engagement in den kommenden drei Jahren beenden. Die Rückzugswelle begründete die Beratungsfirma mit der Neuausrichtung der gesamten Telecom-Branche. (dpa) / (anw)