Innenministerium stellt Standards fĂĽr E-Goverment zur Diskussion

Das Bundesinnenministerium hat heute einen Entwurf zukünftiger Standards auf Webseiten der Verwaltung veröffentlicht. Experten sollen den Leitfaden online diskutieren und weiterentwickeln.

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Von
  • Holger Dambeck

Das Bundesinnenministerium hat heute einen Entwurf künftiger E-Government-Standards veröffentlicht. Der 77-seitige Leitfaden "Standards und Architekturen für eGovernment Anwendungen" (SAGA) macht konkrete Vorschläge für Formate und Spezifikationen auf Webseiten der Verwaltung. So sollen Druckvorlagen im eps- und Audiodateien im mp3-Format ausgetauscht werden, Style-Sheets in CSS oder XLS geschrieben sein und E-Mail-Protokolle den Spezifikationen von SMTP/MIME entsprechen. Die Standards sollen sowohl für die Kommunikation mit Bürgern und Unternehmen als auch verwaltungsintern gelten. In dem SAGA-Leitfaden wird auch festgelegt, dass aktive Inhalte wie Java-Applets wegen bestehender Sicherheitslücken von Behörden nur dann eingesetzt werden dürfen, wenn sie "signiert und qualitätsgesichert" sind.

Mit Hilfe einheitlicher Standards will das Innenministerium kostenintensive Doppelentwicklungen innerhalb der öffentlichen Verwaltung vermeiden. Brigitte Zypries, zuständige Staatssekretärin für das Projekt BundOnline 2005, sagte, man brauche einen gemeinsamen Nenner fürs E-Government: "Die Bürgerinnen und Bürger werden in ein paar Jahren kein Verständnis mehr dafür haben, wenn sie an mehreren Stellen im Internet die gleichen Daten eintippen müssen."

Der SAGA-Leitfaden richtet sich vor allem an IT-Entscheider in der öffentlichen Verwaltung und soll sie bei der Konzeption von E-Government-Anwendungen unterstützen. Staatsekretärin Zypries forderte Fachleute aus Verwaltungen und Wirtschaft dazu auf, über das Papier in einem dafür eingerichteten Online-Forum zu diskutieren und es weiterzuentwickeln. (hod)