Steam: Valve verbietet zu hohe und zu niedrige Rabattaktionen

Im März führt Valve neue Richtlinien für Rabatte bei seiner Spiele-Plattform Steam ein. Berichte über ein neues Vorgehen gegen "Fake Sales" sind aber falsch.

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(Bild: Casimiro PT/Shutterstock.com)

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Valve wird im März neue Rabatt-Richtlinien bei seinem Spiele-Store Steam einführen, die Nutzerinnen und Nutzer unter anderem vor Shovelware schützen sollen. Valve verbietet in den neuen Richtlinen unter anderem Rabatte von über 90 und weniger als 10 Prozent.

Damit möchte Valve offenbar einerseits Kleinstrabatte auf Steam verhindern, die vor allem zu Werbezwecken eingesetzt werden. Die Obergrenze von 90 Prozent richtet sich derweil wohl gegen sogenannte Shovelware, also qualitativ minderwertige Spiele, denen es vorrangig um möglichst weite Verbreitung geht. Bei Spielen von seriösen Publishern sind Rabatte von über 90 Prozent eine Seltenheit.

Eine weitere Änderung: Künftig müssen 28 Tage zwischen Rabattaktionen liegen – zuvor waren es sechs Wochen. In der Praxis können Anbieter mit den neuen Richtlinien also häufiger Rabattaktionen für ihre Produkte auf Steam starten. Die 28 Tage werden ab dem Ende des ersten Rabatts gezählt. Ausgenommen vom 28-Tage-Zeitraum sind saisonale Steam-Aktionen zum neuen Mondjahr sowie die Sommer-, Herbst- und Winter-Sales. Wer Also kurz vor diesen Events einen Rabatt angeboten hat, darf sein Spiel bei den übergreifenden Sales ausnahmsweise wieder vergünstigt anbieten.

Nicht neu ist entgegen mehrerer Medienberichte eine Richtlinie, die vor Fake-Rabatten schützen soll: In einem Blog-Eintrag zu den neuen Richtlinien schreibt Valve, dass Spiele-Publisher ihre Titel künftig nicht innerhalb von 28 Tagen nach einer Preiserhöhung rabattieren dürfen. Damit verhindert das Unternehmen, dass Anbieter ihre Spiele unmittelbar vor einer Rabattaktion im Preis erhöhen, um dann mit vermeintlich hohem Preisnachlass werben zu können.

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Diese Regelung gilt allerdings schon seit Jahren, wie der Blick auf die bislang gültigen Rabatt-Richtlinien von Valve zeigt. Es ändert sich lediglich der Zeitraum, der zwischen Preiserhöhung und Rabattaktion liegen muss: Er schrumpft leicht von 30 auf 28 Tage. Außerdem konkretisiert Valve, dass Preiserhöhungen unabhängig von der Währung Rabatte in den künftigen Wochen ausschließen.

Die Änderungen an den Rabatt-Richtlinien hat Valve Anfang Februar in einem Blog-Post angekündigt, erst jetzt wurde der Eintrag aber von der Community und von Spiele-Medien entdeckt. Umgesetzt werden die neuen Richtlinien ab dem 28. März.

(dahe)