Kirch stoppt belgische WM-Übertragung im Kabel
Die Kirch-Gruppe hat mit einer einstweiligen Verfügung ein weiteres Schlupfloch bei der Übertragung von WM-Fußballspielen aus Korea und Japan geschlossen.
Die Kirch-Gruppe hat mit einer einstweiligen Verfügung ein weiteres Schlupfloch bei der Übertragung von WM-Fußballspielen aus Korea und Japan geschlossen. Dies berichtet der Kölner Stadtanzeiger. Demnach konnten deutsche Zuschauer bis zum Samstag auch ohne Premiere die WM-Spiele im Kabelnetz beim belgischen Fernsehsender RTBF sehen.
Laut dem Zeitungsbericht behalten sich die Belgier eine rechtliche Prüfung vor, entschieden sich aber zunächst für einen Rückzug und stoppten die Übertragung der WM-Spiele im Kabel. Bereits während des Spiels England gegen Dänemark gab es ein Ersatzprogramm. Gegenüber dem Boulevard-Blatt Express erklärte Bruno Deblander, Sprecher der RTBF-Geschäftsführung: " Uns war nicht bekannt, dass wir neben einer Million belgischer Zuschauer auch eine Million deutsche Zuschauer hatten."
Den deutschen Fußball-Fans bleibt nun die Hoffnung auf die WM 2006 im eigenen Land. Und die soll nach dem Willen von Politikern komplett im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. "Ich gehe davon aus, dass sämtliche Spiele kostenlos übertragen werden, sagt etwa der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Als Grund nannte der SPD-Politiker, der auch Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Fernsehrats ist, künftig sinkende Preise für die Übertragungsrechte. (em)