IBM kooperiert mit Palm
Durch eine Partnerschaft mit dem PDA-Produzenten Palm will IBM zusätzliche Anwender für seine E-Business-Software gewinnen.
Durch eine Partnerschaft mit dem PDA-Produzenten Palm will IBM zusätzliche Anwender für seine E-Business-Software gewinnen. Der Deal sieht vor, dass IBM künftig nicht nur PDAs vom Typ HP Ipaq vertreibt, sondern auch den Palm m515. Big Blue will die Geräte in erster Linie Geschäftsleuten ans Herz legen, denen man nämlich noch vor Jahresende ein Front-End präsentieren will, um auch per Palm-PDA auf E-Business-Server mit IBMs Softwarepaket Websphere zuzugreifen. Darüber hinaus drängt auch schwarz-gelbe Software auf die Palm-Geräte: IBM-Tochter Lotus will nämlich im gleichen Atemzug auch ihre Instant-Messaging-Lösung Sametime auf Palm portieren.
Der PDA-Produzent kann damit neben dem jüngst verbündeten CRM-Anbieter Siebel und dem Krankenhaus-Zulieferer McKesson einen dritten Vertiebspartner vorweisen, um die eigenen Umsätze anzukurbeln.
Wie weit sich IBM für die Palm-Produkte ins Zeug legen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Zwar erklärte IBMs Chefentwickler Sunil Soares, mit der heute verkündeten Partnerschaft beschreite man insofern Neuland, als man gemeinsam mit Palm Software entwickeln wolle. Es gelte aber nach wie vor: "Unsere Strategie ist es, jede Geräteplattform zu unterstützen." Erklärtermaßen aus diesem Grund -- um sich nicht von einer einzigen Plattform abhängig zu machen -- hatte sich IBM erst im Februar vom eigenen OEM-Palm-PDA Workpad verabschiedet. Der begrenzte Stellenwert des neuen Abkommens wird auch darin deutlich, dass keinerlei Geldzahlungen damit verbunden sind. (hps)