photokina: Foto-Preis für die Pressefreiheit
Der "Dr.-Erich-Salomon-Preis" der Deutschen Gesellschaft für Photographie geht in diesem Jahr an die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen.
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) verleiht morgen Abend auf dem Kölner Messegelände ihren "Dr.-Erich-Salomon-Preis". Der nicht dotierte Preis wird seit 1971 vergeben und steht für die vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik. Er dient zugleich dem Andenken an den großen Fotografen der Weimarer Republik, Dr. Erich Salomon, der den modernen Bildjournalismus entscheidend prägte. Er wurde 1944 in Auschwitz ermordet.
Diesjähriger Preisträger ist die internationale Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen, die auf der photokina unter dem Titel "ÜberLeben im Alltag" Bildserien von zehn international renommierten und mit vielen Preisen ausgezeichneten Fotografinnen zeigt. "Damit ehren wir eine Organisation, die sich seit vielen Jahren unermüdlich für die Meinungs- und Pressefreiheit weltweit engagiert. In den jährlich erscheinenden Bildbänden setzt sie in vorbildlicher Weise die Photographie als Mittel ein, um Öffentlichkeit für dieses grundlegende Recht zu schaffen", begründet die DGPh die Preisvergabe. Auch in Deutschland ist die Organisation aktiv und protestiert zum Beispiel gegen Zensurmaßnahmen im Internet, wie sie zuletzt etwa von der Bezirksregierung Düsseldorf für Nordrhein-Westfalen verhängt worden waren. (tig)