Leiterplatten-Hersteller STP nach Insolvenz wieder optimistisch

Für die insolvente STP Elektronische Systeme GmbH mit 823 Beschäftigten gibt es mehrere Übernahmeinteressenten.

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  • dpa

Nach der Insolvenz des Leiterplatter-Herstellers STP blickt das Unternehmen wieder optimistisch in die Zukunft. "Die Botschaft heißt: Der Betrieb geht weiter", sagte der Stuttgarter Rechtsanwalt und vorläufige Insolvenzverwalter Volker Viniol der dpa. Es gebe mehrere Übernahme-Interessenten.

Die STP Elektronische Systeme GmbH mit 823 Beschäftigten hatte Anfang Juni beim Amtsgericht Stuttgart den Insolvenz-Antrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. "Wie viele Jobs gerettet werden können, ist bislang aber noch unklar", sagte Viniol weiter. Die Unternehmensplanung gehe derzeit zunächst bis zum Jahresende. "Naturgemäß planen Insolvenzverwalter nur mittelfristig", betonte Viniol. Es gebe schon ein halbes Dutzend Übernahme-Interessenten. Diese seien von sich aus auf STP zugekommen. "Ich gehe davon aus, dass die Übernahme bis Ende 2002 vollzogen ist." Namen wolle er noch nicht nennen, sagte Viniol. Zu den Interessenten gehörten jedoch verwandte internationale Unternehmen sowie eine Holding.

Das Unternehmen mit Werken in Sindelfingen und Albstadt (Zollernalbkreis) werde zudem intern umstrukturiert. "Geprüft wird auch, ob es Sinn macht, beide Werke zu halten." STP gehört zum Familienunternehmen Mayer & Cie., das den Betrieb 1995 vom Computerkonzern IBM übernommen hatte. Hintergrund der Krise von STP ist der weltweite wirtschaftliche Einbruch in den Branchen Informationstechnologie und Telekommunikation, für die das Unternehmen als Zulieferer tätig ist. Der Umsatz von STP brach nach Angaben Viniols im Jahr 2001 um fast die Hälfte auf 72 Millionen ein. (dpa) / (jk)