Webgain-Entwicklungsumgebungen bald bei Oracle
Der Datenbank-Spezialist Oracle will die Toplink-Tools des Entwicklungshauses Webgain kostenlos auf der eigenen Entwickler-Webseite anbieten.
Der Datenbank-Spezialist Oracle will die Toplink-Tools des Entwicklungshauses Webgain kostenlos auf der eigenen Entwickler-Webseite anbieten. Oracle bestätigte, dass es für einen ungenannten Kaufpreis den Toplink-Geschäftsbereich der kalifornischen Softwareschmiede übernommen hat.
Zwar heißt es beim News-Dienst Computerwire, Webgain habe durch den Deal "eine Menge Geld" gemacht. Trotzdem dürfte der Grund für die Übernahme kaum in der Finanznot des Verkäufers liegen; hinter Webgain stehen neben dem Venture-Capital-Geber Warburg Pincus so standfeste Unternehmen wie BEA Systems, HP und Intel. Stattdessen hat sich das Softwarehaus wohl zu der Erkenntnis durchgerungen, dass sich mit dem erforderlichen Entwicklungsaufwand keine Profite auf dem umkämpften Marktsegment für Java-Entwicklungswerkzeuge -- wie eben Toplink -- erwirtschaften lassen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes will Webgain in der Vergangenheit in Entwicklungsaufgaben reinvestiert haben, doch damit soll jetzt offenbar Schluss sein.
Alle Produkt-Entwicklungen, auch am gerade als Betaversion erschienenen WebGain Studio 7.0, sollen zum Erliegen kommen. 90 Webgain-Mitarbeiter, vermutlich zum größten Teil Software-Entwickler, wechseln auf die Gehaltsliste von Oracle, ihr alter Brötchengeber will sich dem Vernehmen nach nur noch über Lizenz- und Supportverträge finanzieren. (hps)