Zwei Wochen Gnadenfrist fĂĽr Kabelnetzbetreiber UPC

Noch einmal haben Banken und Mutterkonzern dem paneuropäischen Kabelnetzbetreiber die Kreditlaufzeit verlängert. Dennoch wird es knapp für den mit acht Milliarden Euro verschuldeten Konzern.

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  • dpa

Das mit acht Milliarden Euro verschuldete Kabelunternehmen United Pan-Europe Communications (UPC) hat von Banken und seinem amerikanischen Mutterkonzern United Global Com. Inc weitere zwei Wochen Zeit erhalten, um neue Geldgeber zu finden.

UPC hatte bereits Anfang März eine Aufschiebung der Zinszahlung von 113 Millionen Euro erreicht. Mit der neuerlichen Fristverlängerung ist auch die Zusage der Banken verbundenen, einen früheren Kredit über 4 Milliarden Euro -- von dem 3,2 Milliarden Euro bereits abgerufen worden sind -- nicht sofort zurückzufordern. Seit Anfang März verhandelt das Unternehmen mit seinen Anleihegläubigern über eine Umwandlung der Kreditschulden in Aktien.

Im vorigen Jahr hat UPC einen Verlust von 4,4 Milliarden Euro gemacht. Der Umsatz betrug nach UPC-Angaben 1,4 Milliarden Euro. Der Verlust -- der doppelt so hoch ist wie im Vorjahr -- wird vor allem mit einmaligen Belastungen als Folge von Reorganisation und Abschreibungen erklärt.

UPC hat in mehreren Ländern Europas Breitband-Kabelnetze für Fernsehübermittlung gekauft. Darüber sollen auch Telefondienste, Internet und Bezahlfernsehen verbreitet werden. Ende vorigen Jahres hatte UPC nach eigener Darstellung 8,4 Millionen Kunden. (dpa) / (tol)