Software AG in schwierigen Fahrwassern

Ein schwaches Geschäft mit Software-Lizenzen ist nach Ansicht der Darmstädter Software AG für geringere Umsätze verantwortlich.

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  • JĂĽrgen Kuri

Ein schwaches Geschäft mit Software-Lizenzen ist nach Ansicht der Darmstädter Software AG für geringere Umsätze im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs verantwortlich. Das Nettoergebnis lag mit 11,8 Millionen Euro um neun Prozent über dem Vorjahr, profitierte aber durch Sondererträge aus Firmenverkäufen. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich für das Halbjahr um zwölf Prozent auf 22,2 Millionen Euro. Der Umsatz nahm um 17 Prozent auf 239,9 Millionen Euro ab.

Nachdem die Software AG im ersten Quartal einen Verlust ausweisen musste, kam im zweiten Quartal nun beim operativen Ergebnis ein Plus von 5,7 Millionen Euro heraus. Durch die Einnahmen aus dem Verkauf von Firmenbeteiligungen ergibt sich ein Gewinn vor Steuern von 26,2 Millionen Euro; das Nettoergebnis liegt bei 14,1 Millionen Euro. Der Umsatzverlust für das Halbjahr resultierte in erster Linie aus einer Halbierung des Lizenzgeschäfts, während die Erlöse aus dem Geschäftsbereich Wartung noch um neun Prozent gestiegen sind. Im zweiten Quartal allerdings zog das Lizenzgeschäft nach Angaben der Software AG bereits wieder an.

Die Software AG sieht die Probleme beim Lizenzgeschäft vor allem darin begründet, dass es massive Verschiebungen bei Kundenprojekten gegeben habe. Dies sei im ersten Quartal zum ersten Mal aufgetreten. Vertriebsvorstand Andreas Zeitler hofft aber, dass "viele der aus Budgetgründen zurückgestellten Aufträge zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden". Das Jahr 2002 sei aber von einer "sehr unbefriedigende Marktentwicklung" geprägt mit "Kaufzurückhaltung ungeahnten Ausmaßes, kleineren Projekten mit langen Entscheidungszyklen und sehr volatilen Umsätzen bei Softwarelizenzen", meint das Management der Software AG. Daher sei die weitere Entwicklung nur schwer einzuschätzen, man erwarte aber, auch das zweite Halbjahr mit Gewinn abzuschließen. (jk)