Corning entlässt noch mehr Mitarbeiter
Der Glasfaser-Hersteller macht im zweiten Quartal 370 Millionen Dollar Verlust.
Der Glasfaser-Hersteller Corning schreibt im fünften Quartal in Folge rote Zahlen. Für das jetzt beendete zweite Quartal bilanziert das Unternehmen einen Verlust von 370 Millionen US-Dollar – 39 Cent pro Aktie. Vor einem Jahr belief sich der Verlust auf 4,8 Milliarden US-Dollar oder 5,13 Dollar pro Aktie. Der Absatz fiel allerdings von 1,87 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2001 auf jetzt 896 Millionen Dollar.
Cornings Problem basiert auf der fatalen Überschätzung des Marktes für globalen Datentransfer – es bestehen gigantische Überkapazitäten von Hochleistungskabeln. Seit einem Jahr versucht der Konzern, die Schlinge um den eigenen Hals durch Massenentlassungen abzustreifen. Von einstmals 42.000 Beschäftigten sollen bis Ende diesen Jahres nur noch 27.000 bei Corning arbeiten. Ein paar hundert Entlassungen mehr als ursprünglich geplant hat das Unternehmen nun angekündigt.
Zudem stehen Standortschließungen in Berlin, Whiston (England), Rio Grande (Puerto Rico) sowie Somerset und Albuquerque (USA) an. Trotz der schlechten Zahlen hält der Konzern an dem Ziel fest, bis 2003 schwarze Zahlen zu schreiben. (tol)