MobilCom-Betriebsräte fordern mehr Informationen

Rund 50 der insgesamt 80 Betriebsräte aus allen Standorten des Telecom-Unternehmens MobilCom haben gestern in Hamburg über den vom Vorstand angekündigten Arbeitsplatzabbau beraten.

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  • Torge Löding

Rund 50 der insgesamt 80 Betriebsräte aus allen Standorten des Telecom-Unternehmens MobilCom haben am gestrigen Montag in Hamburg über den vom Vorstand angekündigten Arbeitsplatzabbau beraten. "Bislang hat der Vorstand klar gemacht, dass er Personalabbau und Standortschließungen durchführen will. Er hat uns aber nur ein Grobkonzept vorgestellt. Bevor die Betriebsräte sich dazu äußern können, muss die Unternehmensleitung auf viele Detailfragen eine Antwort geben", sagte Betriebsrats-Sprecher Thomas Schrader gegenüber heise online.

Der Vorstand möchte mit dem Betriebsrat einen Sozialplan und die Gründung einer Auffanggesellschaft aushandeln. "Wir blockieren das nicht, benötigen als Grundlage aber handfeste Informationen", erklärte Schrader. Die Vollversammlung der MobilCom-Betriebsräte habe deshalb eine Steuerungsgruppe gebildet, die dem Vorstand als direkter Ansprechpartner dienen soll.

Während der Vorstand um CEO Thorsten Grenz von 1.850 Vollzeit-Stellen, die wegfallen sollen, spricht, machen die Arbeitnehmervertreter eine andere Rechnung auf: "Betroffen wären 2.100 Menschen. Wir wollen jetzt kontrollieren, ob dieser rigorose Stellenabbau tatsächlich nötig ist", sagte Schrader. Von den Zahlen und der Ankündigung des UMTS-Stopp, die CEO Grenz am vergangenen Freitag veröffentlichte, zeigte sich der Betriebsrat geschockt: "Das war ein echter Schlag in die Magengrube". (tol)