Projektorhersteller Liesegang vor dem Aus
Liesegang, deutscher Hersteller und Anbieter von Multimedia-, Overhead- und Dia-Projektoren, ist pleite.
Liesegang, deutscher Hersteller und Anbieter von Multimedia-, Overhead- und Dia-Projektoren, ist pleite. Nach dem gescheiterten Versuch, das vor 150 Jahren gegründete Unternehmen als Personengesellschaft mit unbeschränkter Haftung zu sanieren, stellte die Ed. Liesegang oHG vergangene Woche beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag. Betroffen ist auch die in Hannover ansässige Tochtergesellschaft Liesegang Electronics GmbH, die unter anderem Grafikcontroller, ASICs und Referenzboards für Displays und Projektoren entwickelt.
Der Geschäftsbetrieb der Muttergesellschaft soll unter einem neuen Management weitergehen. Dazu soll der Vertrieb aller Liesegang-Produkte auf eine neue Tochtergesellschaft Liesegang Optoelectronics GmbH übertragen werden, die den Handel und alle Serviceleistungen sicherstellt. Ermöglichen soll dies ein Massenkredit, über den eine grundsätzliche Zusage der Hausbanken vorliege, wie es bei dem Unternehmen hieß. Die Tochtergesellschaft Liesegang electronics ist dem Vernehmen nach ebenfalls in die Sanierungsbemühungen eingeschlossen. Es seien zudem mehrere Investoren an der Liesegang oHG und ihren Tochtergesellschaften interessiert; diesbezügliche Verhandlungen würden vom Insolvenzverwalter kurzfristig aufgenommen.
Von den derzeit beschäftigten 158 Mitarbeitern der Muttergesellschaft werden nach dem jetzigen Sanierungskonzept bis Mai 2003 knapp ein Drittel entlassen. Diese Rationalisierungsmaßnahme sei bereits mit dem Betriebsrat verabredet, heißt es bei Liesegang. Etwa 110 Mitarbeiter sollen in den fortgeführten Unternehmen beschäftigt werden. (uk)