Web.de will mit Bezahldiensten wachsen
Die "digitalen Bezahldienste" sollen es bringen: Mit ihrem Ausbau will der Portal-Betreiber dafĂĽr sorgen, dass bis zum Jahresende schwarze Zahlen anfallen.
Die "digitalen Bezahldienste", wie der Portalbetreiber web.de kostenpflichtige Dienstleistungen im Web nennt, sollen es bringen: Mit dem Ausbau dieser Services will web.de dafür sorgen, dass bis zum Jahresende schwarze Zahlen anfallen. Ähnlich wie bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen betonte der Internet-Anbieter bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr, diese digitalen Bezahldienste machten bereits ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Der lag im Halbjahr bei 10,7 Millionen Euro; im ersten Halbjahr 2001 betrug er noch bei 7,7 Millionen Euro.
Im zweiten Quartal fiel der laut web.de bislang höchste Quartalsumsatz von 5,9 Millionen Euro an. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ist aber nach wie vor tief rot: Ein Minus von 1,6 Millionen Euro fiel an; im gleichen Quartal des Vorjahrs waren es aber noch 2,4 Millionen Euro Miese.
Die Umsätze mit Bezahldiensten haben gegenüber dem ersten Quartal im abgelaufenen zweiten Quartal um 85 Prozent auf 2,1 Millionen Euro zugenommen. Um dies weiter zu steigern, will web.de die Bezahldienste wie kostenpflichtigen SMS oder dem neu gestarteten Kleinanzeigenmarkt weiter forcieren: "Die stark zunehmende Akzeptanz der web.de-Anwender für digitale Bezahldienste lässt in Zukunft steigende Umsätze vor allem im Bereich der Digitalen Dienste und daraus resultierend steigende Bruttomargen erwarten", betonte der Portalbetreiber. Da die Kostenstrukturen konstant blieben, sei daher mit dem Erreichen der Gewinnschwelle im vierten Quartal zu rechnen, gibt sich web.de optimistisch. (jk)