Alte Geräte lagern
Ich habe alte Peripheriegeräte, mit denen ich irgendwann auf Speichermedien zugreifen möchte. Wie lagere ich die Geräte, dass sie auch künftig funktionieren?
Ich habe viele alte Peripheriegeräte – kühl, dunkel und trocken gelagert – seit zehn Jahren und mehr nicht benutzt. Damit möchte ich auf alte Medien zugreifen können. Das klappt natürlich nur, wenn sie noch arbeiten. Was ist besser für diese Geräte: Soll ich sie lieber in Ruhe lassen oder regelmäßig in Betrieb nehmen?
Alte Geräte erhalten Sie am besten betriebsfähig, indem Sie sie regelmäßig in Betrieb nehmen. Speziell bei mechanischen Laufwerken und konventionellen Festplatten ist das wichtig, denn für die Transmission kommen oft Gummiteile zum Einsatz, die mit dem Alter nach und nach ihre Flexibilität einbüßen. Bei langer Standzeit werden immer nur bestimmte Bereiche etwa eines Antriebsriemens oder eines Friktionsrads mechanisch belastet, was bei gealtertem Gummi zu dauerhaften Verformungen und damit zu Leiern oder Aussetzern führen kann. Werden Gummiteile nicht bewegt, verspröden sie obendrein schneller.
Bei der Elektronik sind besonders Elektrolytkondensatoren ein Problem: Die durch eine sogenannte Formierspannung entstandene Oxidschicht, die als Dielektrikum dient, kann abhängig von der Lagertemperatur beschädigt werden. Im Betrieb, wenn eine Spannung anliegt, kann das Elektrolyt Sauerstoff nachliefern und dadurch die Oxidschicht heilen (Nachformieren). Ist der Schaden aber so groß, dass es zum Kurzschluss kommt, knallt es womöglich. Gönnen Sie Ihren Altgeräten also hin und wieder etwas Spannung.
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Bei alten Peripheriegeräten gibt es aber ein dringenderes Problem: Sie funktionieren an modernen Computern und mangels Treiber unter aktuellen 64-Bit-Betriebssystemen oft nicht mehr. Daher sollte man immer einen Altcomputer mit passender Software mit einlagern. (rop)