Regulierungsbehörde betreibt Datenbank für Funkmasten
Eine Standortdatenbank der RegTP enthält Details über 51.000 Funkmasten in der Bundesrepublik.
Heute startet die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) eine bundesweite Standortdatenbank für Funkmasten in Deutschland. "Mit dieser Datenbank soll mehr Transparenz in der Diskussion um Antennenstandorte in den einzelnen Kommunen hergestellt werden. Sie ist ein weiterer Schritt zur Versachlichung dieser teilweise kontrovers geführten Diskussion", sagte RegTP-Chef Matthias Kurth. Die neue Standortdatenbank enthält alle Standorte von in Betrieb befindlichen Funkanlagen, für welche die Behörde im Rahmen des Standortverfahrens eine Standortbescheinigung erteilt hat. Dies sind insgesamt 51.000 Standorte, davon 41.000 für den Mobilfunk.
Die Standortdatenbank besteht aus einer Standortadressenliste mit den Feldern Postleitzahl, Ort, Straße mit Hausnummer und zuständige Außenstelle der RegTP. "Der Zugriff auf die Standortdatenbank und die damit verbundene Datenübermittlung soll den Kommunen zur Erfüllung verschiedener, ihnen zugewiesener Aufgaben der Daseinsvorsorge (z. B. Bauplanungs- und Bauordnungsrecht) und der Gesundheitsfürsorge dienen", erklärte Kurth.
Obwohl besonders sensible Daten wie zum Beispiel die Standorte von militärischen Funkanlagen gar nicht enthalten sind, ist die passwortgeschützte Datenbank nur für einen festgelegten Nutzerkreis (Landes- und Kommunalbehörden) zugänglich. Die RegTP begründete dies gegenüber heise online mit "Datenschutzgründen". (tol)