Silicon Vision eröffnete Chipfabrik bei Dresden
Die Halbleiterfirma produziert digitale Bildsensoren in so genannter TFA-Technik (Thin Film on ASIC).
Die in der Halbleiterbranche tätige Silicon Vision AG hat am Donnerstag eine Chipfabrik in Boxdorf bei Dresden eröffnet. In die neue Produktionsstätte sind nach Firmenangaben rund 25 Millionen Euro investiert worden. Es entstanden rund 70 Arbeitsplätze, 40 Beschäftigte stammen aus Sachsen. Silicon Vision ging 1996 aus einem Forschungsprojekt des Instituts für Halbleitertechnik der Universität Siegen (Nordrhein-Westfalen) hervor. Das Unternehmen, das seinen Firmensitz nach Dresden verlegt hatte, entwickelt und produziert digitale Bildsensoren, vor allem so genannte TFA-Sensoren (Thin Film on ASIC)
Die 700 Quadratmeter umfassende Produktionsstätte entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dresdner Werk des US-amerikanischen Prozessorenherstellers AMD. Dresdens herausragende Rolle für die Entwicklung der Mikroelektronik und optimale Bedingungen im Hinblick auf die umliegende Zulieferindustrie seien ausschlaggebend für die Wahl des Standortes gewesen, hieß es. Die Sensoren kommen als "künstliche Augen" unter anderem in der industriellen Bildverarbeitung, in der Medizintechnik und im Verkehrswesen zum Einsatz. Die ersten Serienprodukte sollen Ende des Jahres die Fabrik verlassen. Größter Einzelgesellschafter von Silicon Vision ist den Angaben zufolge der Filmhersteller Agfa mit knapp 25 Prozent. (dpa) / (jk)