Kiel setzt trotz Flaute auf Informationstechnik

Der Konjunktureinbruch in der so genannten New Economy sei eine Anpassungskrise, heißt es in einem Bericht der schleswig-holsteinischen Landesregierung.

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  • dpa

Die schleswig-holsteinische Landesregierung setzt trotz der aktuellen Branchenkrise weiter auf die Potenziale der Informations- und Kommunikationswirtschaft. Der Konjunktureinbruch in der so genannten New Economy sei eine Anpassungskrise, heißt es in einem Regierungsbericht, über den der Landtag am Donnerstag debattierte. Die Perspektiven der Branche hingen maßgeblich vom Erfolg der neuen Mobilfunktechnologie UMTS ab.

Schleswig-Holstein sei ein Internet-Land ersten Ranges geworden, sagte Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD): "Das wird sich auszahlen, wenn die Konjunkturflaute vorbei ist. In diesem Sektor wird künftig wieder gutes Geld verdient." CDU-Wirtschaftsexpertin Brita Schmitz-Hübsch maß dem Bericht allerdings "wenig Aussagekraft" zu, weil er in der Mitte des Jahres 2000 endet.

Dem Bericht zufolge hatten die knapp 6.100 Betriebe des Sektors im Jahr 2000 einen Umsatz von fast 7,7 Milliarden Euro. Das entsprach einem Anteil am Gesamtumsatz im Land von 6,8 Prozent. Aus den Angaben geht auch hervor, dass bis Ende April für ausländische IT-Experten 104 Green Cards (bundesweit 12.000) genehmigt wurden, fast die Hälfte davon im Arbeitsamtsbezirk Neumünster, aber keine im Bezirk Heide. (dpa) / (jk)