Lintec weist Spekulationen über drohende Insolvenz zurück

Dem börsennotierten Computerkonzern Lintec sollen nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung wichtige Kreditversicherer den Geldhahn zugedreht haben.

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  • Peter-Michael Ziegler

Der börsennotierte Computerkonzern Lintec Information Technologies AG hat Gerüchte über eine drohende Insolvenz zurückgewiesen. "Solche Spekulationen sind absolut fehl am Platze", sagte Finanzvorstand Falk Sand am Freitag am Firmensitz in Taucha bei Leipzig. "Der Lintec-Vorstand ist überzeugt, den restrukturierten Konzern in absehbarer Zeit wieder in die operative Gewinnzone zu führen."

Die Sächsische Zeitung hatte in ihrer Freitagsausgabe berichtet, Lintec stehe vor dem Absturz, weil wichtige Kreditversicherer dem Computer-Hersteller den Geldhahn zugedreht hätten. Neben der Hermes Kreditversicherungs-AG habe sich auch die Allgemeine Kreditversicherung AG in Mainz "vom sächsischen Vorzeigeunternehmen verabschiedet". Ein Drittel der Kreditlinien von über 45 Millionen Euro sei bereits gekappt.

Lintec war im vergangenen Geschäftsjahr erstmals in der zwölfjährigen Firmengeschichte in die Verlustzone gerutscht. Neben der anhaltenden Konjunkturflaute im Bereich der Personalcomputer soll vor allem ein hoher Wertberichtigungsbedarf für die Beteiligung am insolventen Fotodienstleister PixelNet für die Schieflage verantwortlich gewesen sein. Nach einem kurzen Aufatmen im ersten Quartal 2002 gab der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär Hans-Dieter Lindemeyer auf der Hauptversammlung im Juni aber "einschneidende Auswirkungen auf die Konzernbilanz" für das laufende Geschäftsjahr bekannt. (pmz)