Elite-Universität schnüffelt Rivalen im Netz aus
Der Leiter des Bewerbungsbüros sammelte persönliche Daten von Highschool-Absolventen.
Die berühmte US-Elite-Universität Princeton hat die Rivalen von der Yale-Universität im Internet ausgeschnüffelt. Mindestens 18 Mal haben sich Princeton-Mitarbeiter über das Internet in eine Yale-Datenbank gehackt, berichtet die New York Times. Das FBI hat Ermittlungen aufgenommen.
Das Interesse der Datenschnüffler galt persönlichen Daten von Yale-Bewerbern, die ihre Angaben online eingegeben hatten. Dem Bericht zufolge spionierte der Leiter des Bewerbungsbüros von Princeton die Webseite persönlich aus. Er wurde inzwischen suspendiert, seine Universität entschuldigte sich. Ein Yale-Sprecher kündigte eine Verbesserung der Schutzmaßnahmen für die eigene Website an.
Hintergrund des akademischen Hacker-Angriffs ist die verschärfte Wettbewerbssituation zwischen den Hochschulen. Beide können sich vor Bewerbern kaum retten, haben aber den Anspruch nur die "Besten der Besten" zu rekrutieren. In den USA können sich private Universitäten ihre Studenten selbst aussuchen. (tol)