Virtuelle Welten auf dem Bonner CAVE-Festival

Künstler setzten ihre Impressionen in Installationen um, die Betrachtern die dreidimensionale Erfahrung komplexer technischer Entwicklungen erleichtern.

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Von
  • Ekkehard Jänicke

In virtuelle Welten eintauchen können die Besucher des internationalen CAVE Festivals "Art of Immersion", das von der Entwicklungswerkstatt für Computermedien und dem Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation (IMK) im Bonner Annimax veranstaltet wird. Seit Beginn der Sommerferien entwickelt sich das Festival zum Publikumsmagneten. Noch bis zum 31. August bewegen sich Jung und Alt in künstlichen Szenarien, die auf die Sinne wirken, als wären sie Realität.

Die Technik der CAVEs -- virtuelle Höhlen -- sind im Automobil- und Flugzeugbau mittlerweile etabliert. Nun haben auch Künstler den CAVE entdeckt. Die Künstler setzten ihre Impressionen in CAVE-Installationen um, die Betrachtern die dreidimensionale Erfahrung komplexer technischer Entwicklungen erleichtern.

"Besonders das intensive Erleben und Erfahren von Raum und Zeit, das die Grenzen zwischen Körper und Umgebung verändert und das Empfinden zwischen dem physisch Realen und Immateriellen aufhebt, ist der Kick für die künstlerische Motivation", meint Dr. Ingrid Severin vom IMK. Nebenbei ergäben sich technische Neuerungen durch die Zusammenarbeit von Künstlern und Forschern: "Die Ideen der Künstler zeigen oft neue Perspektiven in der technischen Entwicklung im CAVE", so Dr. Severin weiter.

Mit einer Bodenprojektion und drei Seitenprojektionen werden in einem begehbaren, würfelförmigen Raum über vier Videoprojektoren bewegte Stereobilder dargestellt. Sie fügen sich für die Besucher zu einem kontinuierlichen lebensnahen dreidimensionalen Eindruck zusammen. So entstehen virtulell einzelne Gegenstände oder auch ganze Landschaften mit akustisch intensiviertem Erleben. Acht um den Raum herum angeordnete Lautsprecher vermitteln den Eindruck räumlich erlebbarer Klangszenarien und Klangbewegung. Der Boden ist als Vibrationselement ausgelegt, damit der Besucher die virtuellen Eindrücke nicht nur sehen und hören, sondern auch spüren kann. (Ekkehard Jänicke)/ (tol)