Mozilla Web Tools Directory: Schicke Optik, wenig Nutzen
Mozillas Entwicklerschmiede Labs hat mit dem Open Web Tools Directory eine neue Suchmaschine fĂĽr Webentwicklungstools ins Leben gerufen.
Eine neue Initiative von Mozilla Labs will die zahlreichen Webentwicklungstools im Internet erfassen und damit Webprogrammiern den Überblick über die Fülle von Applikationen erleichtern. Das Open Web Tools Directory setzt dabei bewusst nicht auf die herkömmliche Tabellenstruktur (Name/Kurzbeschreibung) solcher Verzeichnisse sondern bildet die Logos der Tools mit Hilfe von Canvas direkt auf der Browseroberfläche ab. Über ein Suchfeld unten im Fenster lässt sich die Zahl der angezeigten Logos und Website-Vorschaubildchen auf die relevanten einschränken. Ein Klick auf ein Icon verrät den Projektnamen und zeigt eine kurze Zusammenfassung sowie einen Link auf die Projekt-Webseite.
Mozilla ruft Anwender und Entwickler, die ihr Tool auf der Seite vermissen auf, neue Einträge über ein Webformular zu melden. Die Labs-Entwickler begutachten diese und aktualisieren das Verzeichnis in regelmäßigen Abständen, so Mozilla. Für die Zukunft plant das Team die Aufnahme von ausführlicheren Informationen wie Screenhots, Versionsnummern, Lizenzangaben und Preise zu den dargestellten Projekten. Auch Social-Networking-Features wie Nutzerkommentare und Bewertungen stehen auf der ToDo-Liste, ebenso wie eine Version ohne Canvas sowie eine für Screenreader.
Das Open Web Tools Directory setzt einen Browser voraus, der Canvas beherrscht. Neben Firefox sind das zum Beispiel Apples Safari, Google Chrome und Opera. Bei dem Internet Explorer lassen sich die Zeichenfähigkeiten mit einem Plug-in nachrüsten. Während die neue Webtools-Suchmaschine optisch viel hermacht kann sie bei der Usability nicht so recht überzeugen. Da schafft es eine langweilige Listenstruktur mit guter Suchfunktion eher, schnell an die gewünschten Informationen zu kommen. (akl)