MobilCom-Chef Gerhard Schmid muss gehen

Im lange schwelenden Streit zwischen MobilCom und France Telecom ist eine weitere Entscheidung gefallen: Der Aufsichtsrat der MobilCom AG hat Vorstandschef Gerhard Schmid entlassen.

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  • JĂĽrgen Kuri

Im lange schwelenden Streit zwischen MobilCom und France Telecom ist eine weitere wichtige Entscheidung gefallen: Der Aufsichtsrat der MobilCom AG hat Vorstandschef Gerhard Schmid entlassen. Alle Entscheidungen seien zur Zufriedenheit von France Telecom ausgefallen, sagte Aufsichtsrat Eric Bouvier beim Verlassen der Sitzung am Freitag in Hamburg. Damit scheint klar, dass Schmid seinen Anteil und die Aktien seiner Ehefrau von insgesamt 49,9 Prozent abgibt und sich vollständig zurückzieht.

Großaktionär France Telecom hat sich damit durchgesetzt. Die Franzosen hatten ultimativ den Abschied von Schmid gefordert und andernfalls mit der Insolvenz des Unternehmens gedroht. Bereits im Verlauf des Tages hatte Schmid anscheinend sein Büro in der Büdelsdorfer Firmenzentrale von MobilCom geräumt.

Für France Telecom war die Einigung der Gläubigerbanken von MobilCom über eine Refinanzierung eines Kredits von 4,7 Milliarden Euro nur ein erster Schritt zu einer Lösung. Als nächstes müsse noch eine Vereinbarung mit den MobilCom-Zulieferern Nokia und Ericsson gefunden werden. "Die dritte Etappe wird dann der Abgang von Herrn Schmid sein", sagte France-Telecom-Sprecher Bruno Janet noch am gestrigen Donnerstag.

Am Freitag blieb zunächst unklar, wie viel France Telecom für die Schmid-Aktien bezahlen wird. Davon hängt ein mögliches Übernahmeangebot an die freien Aktionäre ab. Eine mögliche Insolvenz von MobilCom ist mit dem Abgang von Schmid abgewendet.

Siehe dazu auch: (jk)