Kloiber möchte sich bei KirchMedia einkaufen

Der Focus berichtet, dass Kloiber in das Konsortium von Springer- und Bauer-Verlag einsteigen wolle. Springer dementiert.

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Von
  • Torge Löding

Der Münchener Filmhändler Herbert Kloiber (Tele 5) will nach einem Focus-Bericht in das Bieter-Konsortium für die Übernahme der insolventen KirchMedia der Verlage Axel Springer und Heinrich Bauer einsteigen. Dem Bericht zufolge biete der ehemalige Geschäftspartner von Leo Kirch und Hollywood-Filmproduzent Haim Saban ebenfalls mit für das Kernsgeschäft der insolventen KirchMedia – auch Saban plane keinen Alleingang, sondern suche strategische Partner.

Der alte Kirch-Konkurrent Kloiber hat auch Interesse an den TV-Senderechten für die kommende Bundesligasaison. Die Kirch-Töchter KirchMedia und Premiere hatten gemeinsam rund 300 Millionen Euro für die Free-TV und Pay-TV-Rechte geboten. Die DFL will kommende Woche entscheiden, wer den Zuschlag für die Saison erhält.

Aktuellen Medienberichten zufolge hat der Axel Springer Verlag den Magazinbericht allerdings bereits zurĂĽckgewiesen. GegenĂĽber der Financial Times Deutschland hatte Springer-Sprecherin Edda Fels zuvor allerdings gesagt, das Konsortium sei offen fĂĽr weitere Partner.

Desweiteren berichtet Focus, dass der US-Finanzinvestor Capital Research gegen Kirch vor dem Münchener Landgericht klagt. Das Unternehmen habe 1999 knapp 260 Millionen Euro in KirchMedia investiert -- unter der vertraglichen Voraussetzung, dass KirchMedia bis zum 30. Juni 2002 an die Börse gehe. Nun verlangt Capital Research eine Rückzahlung von 30 Millionen Euro. (tol)