Viva-Chef hält Expansion außerhalb Europas für möglich
Wenn es um's Geschäft geht, sind Dieter Gorny möglicherweise Kekse doch lieber als die Kultur: Der Viva-Chef schließt eine Expansion des Musiksenders in Asien und in den USA nicht aus.
Wenn es um's Geschäft geht, sind Dieter Gorny möglicherweise Kekse doch lieber als die Kultur: Der Viva-Chef schließt eine künftige Expansion des Kölner Musiksenders in Asien und auch in den USA nicht aus. "Natürlich sind wir mit dem Partner AOL Time Warner in der Lage, eine Expansionsstrategie über Kontinentaleuropa hinaus zu realisieren", sagte Gorny in einem dpa-Gespräch am Sonntag in Köln.
"Dies zeigt auch den Wert der AOL-Entscheidung, der weit über die Stabilisierung der Aktionärsstruktur hinaus geht", sagte Gorny. "Klar ist, dass der Kölner Standort gesichert ist -- klar ist auch, dass der internationale Ausbau forciert wird", sagte Gorny. Beides könne dazu führen, dass es zu einem Arbeitsplatzzuwachs in der Domstadt, aber auch weltweit komme. Derzeit expandiert der Musiksender in Osteuropa. "Wir legen eine Fokussierung auf eine Expansion, da wo es technisch und finanziell geht. Überall da, wo die Märkte es zulassen, werden wir Viva- Programme einführen", sagte Gorny.
Den Poker um den Musiksender hat der US-Medienkonzern AOL Time Warner nach einer monatelangen Übernahmeschlacht gegen den Kontrahenten Viacom für sich entschieden. Im Rahmen der Auseinandersetzung, welcher der beiden Konzerne sich stärker bei Viva engagiert, hatte Gorny bereits die Politik bemüht -- und unter anderem Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) auf den Plan gerufen, der vor einer Einschränkung in der Musikkultur gewarnt hatte.
Siehe dazu auch: (jk)
- AOL Time Warner schlägt Viacom bei Viva-Übernahmeschlacht
- Viva-Chef Gorny: "Wir machen Kultur, keine Kekse"
- AOL und VIVA wollen Partnerschaft erweitern