Philips verkauft Spracherkennungssparte an ScanSoft
FĂĽr 36 Millionen Euro wechseln die Bereiche Telephony und Voice Control den Besitzer.
ScanSoft verstärkt seine Spracherkennungssparte. Für 36 Millionen Euro erwirbt das US-amerikanische Softwarehaus, Hersteller der Texterkennungssoftware OmniPage, die Geschäftseinheiten Speech Processing Telephony und Voice Control von Philips. 3 Millionen Euro wechseln in bar den Besitzer, 5 Millionen Euro in Eigenwechseln und der Rest in Form von Schuldverschreibungen, die in Aktien umgewandelt werden können. Die Diktiersysteme-Sparte bleibt hingegen bei Philips.
Im Bereich Telephony geht es unter anderem um Spracherkennung für Nutzer von integrierten Telefonsystemen und Netzbetreiber mit dem System SpeechPearl, das nach Angaben von ScanSoft 40 verschiedene Sprachen erkennen kann und auf einen Wortschatz von etwa einer Million Begriffe baut. Der Bereich Voice Control kümmert sich um die Entwicklung von Sprachsteuerungen wie zum Beispiel beim Bedienen von Haushaltsgeräten, Handys oder von Geräten in einem Auto.
ScanSoft erwirbt mit dem Geschäft 26 Patente und Rechte an weiteren 200 Patenten. Die Betriebsstätten von Philips Speech Processing in Dallas, Aachen und Taiwan werden ebenfalls von ScanSoft übernommen. In Aachen sind 160 Mitarbeiter betroffen, heißt es in einer Mitteilung. Philips will künftig enger mit ScanSoft zusammenarbeiten und ein gemeinsames Lizenzprogramm auf den Weg bringen. (anw)