Cisco korrigiert Bilanzierungspolitik
Der US-Netzwerkausrüster will so verlorenen Reputations-Boden bei Investoren und Aktionären wieder gut machen.
Der US-Netzwerkausrüster Cisco Systems will mit Korrekturen seiner Bilanzierungspolitik weiter verlorenen Reputations-Boden bei Investoren und Aktionären gut machen. Hatte Cisco-Chef John Chambers angesichts dramatischer Umsatzrückgänge und Massenentlassungen zuletzt schon symbolisch auf sein Gehalt verzichtet, will der Konzern nun mit neuen Regeln bei der Veröffentlichung von Quartalsergebnissen zu mehr Transparenz seiner Geschäftstätigkeit beitragen.
Abstand hat Cisco mittlerweile von der Veröffentlichung so genannter "Pro-Forma-Ergebnisse" genommen, die Raum für das Verstecken kostenintensiver Posten lassen und das wahre Geschäftssergebnis eines Unternehmens zumindest für eine gewisse Zeit verschleiern können. Cisco gibt nur noch Gewinn-Mitteilungen aus, die auf Berechnungen nach GAAP-Vorgaben beruhen und versorgt die Analysten darüber hinaus mit Cash-Flow-Quartalsberichten. Um Spekulationen zu den in der Vergangenheit vorgenommenen Wertberichtigungen in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar vorzubeugen, berichtet das Unternehmen zudem jedes Quartal darüber, welchen Anteil Verkäufe, Entsorgungen und Eigenverbrauch bei den abgeschriebenen Posten hatten. (pmz)