Geldautomat ist für Deutsche nützlichste technische Neuerung
Computer und Internet landen in der Rangliste der beliebtesten Innovationen an vierter und fünfter Stelle.
"Den kann ich gut gebrauchen, das ist für mich ein Gewinn", sagen 72 Prozent der Deutschen über den Geldautomaten. Damit ist er die beliebteste technische Neuerung im Alltag, ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Hamburger Körber-Stiftung. Darauf folgt mit 59 Prozent die Mikrowelle und mit 58 Prozent das Handy.
Insgesamt sei die Akzeptanz technischer Neuerungen im Alltag bei den Deutschen hoch; allerdings sagten 42 Prozent, dass es mit dem technischen Fortschritt zu schnell geht, während 41 Prozent das Tempo recht ist. Den Computer stufte gut die Hälfte der Befragten als persönlich nützlich ein. Das Internet findet dagegen nur bei 46 Prozent Anklang. Diese Zahl ist allerdings nur geringfügig kleiner als die Zahl der Erwachsenen, die über einen Internetanschluss verfügt. Skeptiker unter den Nutzern sind also rar, meint das Allensbacher Institut.
Den E-Mail-Verkehr befinden 37 Prozent als nützlichste Neuerung, das Einkaufen im Internet nur 18 Prozent. Zwei Plätze dahinter, nämlich an letzter Stelle, rangiert Fast Food mit 13 Prozent. Den Einsatz von Gentechnik, um aus Wettbewerbsgründen das Wachstum von Tieren und Pflanzen zu beschleunigen, befürworten nur acht Prozent. Um Hungersnöte zu vermeiden, halten immerhin 45 Prozent die Gentechnik für gut.
Bei der Umfrage für den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung konnten die 2098 Befragten ab 16 Jahren aus einer Liste mit Neuerungen der vergangenen Jahre auswählen. Die Umfrage soll Studierenden Impulse geben, sich mit Forschungsarbeiten an der Ausschreibung des Deutschen Studienpreises zum Thema "Tempo! -- Die beschleunigte Welt" zu beteiligen. Der Deutsche Studienpreis ist ein Forschungswettbewerb für Studierende aller Fachrichtungen und Hochschulen im In- und Ausland. Er wird von der Körber-Stiftung alle zwei Jahre ausgeschrieben. (anw)