Immer mehr Lehrer werden am Computer geschult

In Baden-WĂĽrttemberg wurden bislang 30.000 Lehrer fit im Umgang mit dem Computer gemacht.

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  • dpa

Immer mehr Lehrer in Baden-Württemberg werden fit im Umgang mit dem Computer gemacht. 30.000 Lehrer hätten bislang an dem Fortbildungsprogramm Intel -- Lehren für die Zukunft teilgenommen, sagte Kulturstaatssekretär Helmut Rau. Mit Beginn des neuen Schuljahrs am 9. September sollen weitere 10.000 Pädagogen die Möglichkeit bekommen, mit der Fortbildung in Zukunft die neuen Medien im Unterricht nutzen zu können. Neun Millionen Euro stellen die Firmen Intel und Microsoft dafür insgesamt zur Verfügung.

Die Fortbildung für die 30.000 Lehrer gab es laut Rau an rund 2000 Schulen im Südwesten. Im kommenden Schuljahr sollen weitere Maßnahmen der Lehrerfortbildung für den Einsatz der neuen Medien kommen. Speziell für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch an weiterführenden Schulen seien Fortbildungen geplant. Nach Angaben des Staatssekretärs laufen die Fortbildungen in der unterrichtsfreien Zeit. Dabei handelt es sich nach Worten von Martina Roth von der Firma Intel um 40-stündige Präsenzschulungen.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßte die Bemühungen, die Lehrer im Land fit für den Computer zu machen. Um die optimale Betreuung der kostspieligen Hard- und Software an den Schulen zu gewährleisten, seien jedoch professionelle Computerspezialisten erforderlich. Diese seien aber nicht wie die "Intel-Lehrer" kostenneutral zu bekommen. Das vorgestellte Modell sei daher nur für die Anfangsphase praktikabel. Für die weitere Betreuung der Geräte dürften nicht nur die Städte und Kommunen verantwortlich sein. Auch das Land sei dabei in der Pflicht.

Rau teilte weiter mit, dass mit Ablauf des vergangenen Schuljahrs mittlerweile 110.300 Computer an den Schulen in Baden-Württemberg eingesetzt werden. Damit seien alle weiterführenden Schulen an das Internet angeschlossen. Flächendeckend ständen an den allgemeinbildenden und den beruflichen Schulen rund 4800 Fachräume für den Computerunterricht zur Verfügung. Das Verhältnis Schüler pro Computer habe im Oktober 2001 nur noch 1 zu 11 betragen. Nicht in die Rechnung aufgenommen seien Grundschulen und die Klassen 11 bis 13 an Gymnasien. Mit den kommunalen Landesverbänden war angestrebt worden, ein Verhältnis von 1 PC auf 10 Schüler zu erreichen.

Rau sagte, es gebe bislang keinen Stufenplan, wie nach dem endgültigen Erreichen der angestrebten Relation weiter verfahren werde. Dann sollte aber eher eine Verbesserung der Qualität bei der PC-Ausstattung an den Schulen im Vordergrund stehen. (dpa) / (anw)