Spekulationen über Insolvenzantrag bei Ziff Davis

In den vergangenen sechs Monaten stellte der US-Verlag für Computerzeitschriften 6 seiner 15 Magazine ein.

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Von
  • Torge Löding

Schon an diesem Freitag könnte das renommierte US-Verlagshaus Ziff Davis (unter anderem Herausgeber des PC Magazine) Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf drei Insider. Vertreter von Ziff Davis wollten die Spekulationen nicht kommentieren, verwiesen aber darauf, dass am Freitag Entscheidungen der Unternehmensführung zu einer Neustrukturierung bekannt gegeben werden.

Hintergrund der Spekulationen ist der Schuldenberg von 450 Millionen US-Dollar, auf dem der Verlag zurzeit sitzt. Dieser sollte in diesem Jahr eigentlich um 155 Millionen US-Dollar verringert werden -- nach dem Bericht der Zeitung ist allerdings ein Plan zum Schuldenabbau an dem Votum der Ziff-Davis-Anteilseigner gescheitert.

Wie viele Verlage leidet Ziff Davis unter der Werbeflaute. Dazu kommen allerdings noch eine ganze Reihe von gescheiterten Zeitschriftenprojekten. Im vergangenen halben Jahr wurden alleine 6 der 15 Ziff-Davis-Titel dicht gemacht. Zuletzt Yahoo Internet Life -- das Magazin hatte in seinem siebenjährigen Bestehen angeblich einen Verlust von 30 Millionen US-Dollar eingefahren. Ebenfalls eingestellt wurden Family PC, Expedia Travels, Interactive Week und eShopper -- Smart Business dagegen wurde auf einen Newsletter reduziert. (tol)