IG Metall ruft IT- und TK-Beschäftigte zu Protest auf
Die Gewerkschaft möchte einen Rationalisierungsschutz für die Mitarbeiter bei Hewlett-Packard und und anderen Firmen aus der IT-Branche durchsetzen.
"Beschäftigung sichern statt Arbeitsplätze abbauen!" -- Unter diesem Motto veranstaltet die Gewerkschaft IG Metall ruft die Beschäftigten der IT- und Telekommunikations-Branche zu einer Kundgebung am Donnerstag vor dem Gelände von Hewlett-Packard in Böblingen bei Stuttgart. Dabei soll öffentlich auf die Krise dieser Branchen und ihre Ursachen aufmerksam gemacht sowie Maßnahmen und Modelle zu deren Wiederbelebung dargestellt werden, heißt es in einer Mitteilung. Als Hauptredner soll IG-Metall-Chef Klaus Zwickel auftreten.
"Am 1. November werden die Belegschaften von Compaq und HP in einer Firma zusammengeführt. Bei der neuen HP sollen mehr als 1.000 Stellen abgebaut werden. Ähnliches erleben auch die Beschäftigten in anderen Unternehmen. Allein in der Region Stuttgart sind 5.000 Arbeitsplätze in der Branche in Gefahr", erklären die Arbeitnehmervertreter und fügen eine lange Liste von betroffenen Unternehmen an -- darunter Alcatel SEL, wo 700 Jobs in Stuttgart wegfallen sollen oder IBM, wo hunderte Stellen in der Region auf dem Spiel stehen sollen. Für T-Systems sei ein Personalabbau um 6.500 Stellen angekündigt worden, obwohl das Unternehmen nach der Übernahme des debis Systemhauses auf Expansionskurs getrimmt worden sei.
Die IG Metall möchte gegen diesen Trend einen Rationalisierungsschutz für die Mitarbeiter bei HP und Co. durchsetzen. In einem Flugblatt versuchen sie diesen Mut zu machen: "Erfahrungen in vielen Branchen und Firmen haben gezeigt, dass die Einflussmöglichkeiten der Beschäftigten größer sind, wenn die Belegschaft zusammenhält." Wer sich davon angesprochen fühlt, den lädt die Gewerkschaft zur Kundgebung am Donnerstag, den 10. Oktober, um 12 Uhr vor der neuen HP-Kantine in Böblingen-Hulb ein. (tol)