EU vereinfacht Lizenzvergabe fĂĽr Internet-Sendungen

Die Europäische Kommission hat die Vergabe von Lizenzen zur Übertragung von urheberrechtlich geschützten Veranstaltungen und Werken im Internet vereinfacht.

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Die Europäische Kommission -- anscheinend in diesen Tagen auf dem IT-Sektor besonders aktiv -- hat die Vergabe von Lizenzen zur Übertragung von urheberrechtlich geschützten Veranstaltungen und Werken im Internet vereinfacht. Bisher mussten Fernseh- und Radiosender, die ihr Programm gleichzeitig auch im Internet übertragen wollten ("simulcasting"), für fast jedes einzelne der Länder im europäischen Wirtschaftsraum (European Economic Area, EEA) eigene Rechte erwerben. Nun können die Sender dafür pauschal eine One-stop shop-Lizenz erwerben, die von Rechteverwertungsgesellschaften in den EU-Staaten außer Spanien und Frankreich sowie zusätzlich in Norwegen, Island und Liechtenstein anerkannt werden. Dazu kommen noch Länder in Osteuropa, Asien, Südamerika, Australien und Neuseeland, heißt es in einer Mitteilung der EU.

Wettbewerbskommissar Mario Monti meint, das neue Verfahren schaffe bessere Bedingungen für den Wettbewerb unter den Sendern, von dem die Verbraucher profitieren würden. Diese könnten ihre Lieblingssender künftig überall auf der Welt via Internet empfangen. Auf der anderen Seite können die Besitzer von Urheberrechten sicher sein, dass sie die ihnen zustehenden Gebühren bekommen. Das neue Vergabeverfahren wurde unter anderem durch eine Eingabe der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) initiiert. (anw)