Icaros soll die Luftqualität überwachen

Eine neue, satellitengestützte Technik soll bei der Überwachung der Konzentration an Schwebeteilchen in der Luft von Städten helfen.

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Eine neue Technik soll bei der Überwachung der Konzentration an Schwebeteilchen in der Luft von Städten helfen. Sie arbeitet mit satellitengestützten Sensoren und soll eine kostengünstige Alternative zur herkömmlichen landgestützten Überwachung darstellen, meint die EU-Kommission. Die ersten Testreihen mit diesem System, das von elf Partnern, darunter das Fraunhofer Institut für Atmosphärische Umweltforschung, im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten Projektes entwickelt wurde, werden am 15. Oktober in Athen vorgestellt.

Das im September 2001 gestartete sogenannte ICAROS-NET (Integrated Computational Assessment of urban air quality via Remote Observation Systems NETwork -- Integrierte computergestützte Auswertung der städtischen Luftqualität mit Hilfe eines ferngesteuerten Beobachtungsnetzes) ist auf drei Jahre angesetzt. Satellitengestützte, hochauflösende Sensoren überwachen die Luftverschmutzung in Gebieten von 30 Metern Durchmesser, indem sie den Lichtanteil messen, der von den Schwebeteilchen absorbiert wird. Die Ergebnisse sollen umweltpolitische Entscheidungen in Europa erleichtern und die Wirksamkeit internationaler Umweltabkommen verbessern helfen.

ICAROS-NET soll zunächst in vier Testgebieten eingesetzt werden. Erstes Einsatzgebiet ist Athen, ein Stadtgebiet mit großen Umweltproblemen. Weitere Testläufe sind in Budapest, München und der Lombardei geplant. Neben der Messleistung des Systems soll dabei auch das Telematiknetz getestet werden, mit dem eine integrierte Überwachung und Vorhersage der europaweiten Luftverschmutzung ermöglicht werden soll. (anw)