Spielebranche steuert einen Rekordumsatz an
Zwar soll die Spielebranche in diesem Jahr einen Umsatzanstieg von zwölf Prozent verzeichnen können, der Absatz von PC-Spielen ist jedoch rückläufig.
Nach einem eher durchwachsenen Jahr 2001 dürfte die Spielebranche in diesem Jahr einen rekordverdächtigen Umsatz erwirtschaften. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie des Informationsdienstleisters Informa Media Group. Demnach wird der Umsatz von Videospielen und Konsolen weltweit um zwölf Prozent auf 32 Milliarden US-Dollar wachsen. Lediglich der Handel mit PC-Spielen ist rückläufig. Hier müssen die Entwickler und Publisher in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 8,5 Milliarden US-Dollar hinnehmen.
Diese Prognose sei nach Ansicht der Marktbeobachter auf die steigende Popularität der so genannten Next-Generation-Konsolen Playstation 2, GameCube und Xbox zurückzuführen, der zusammen mit teilweise extremen Preisnachlässe zur wachsenden Verbreitung der Konsolen geführt habe, ohne die Umsätze vollständig zu kannibalisieren.
Konsolen- und Hardware-Verkäufe zusammengerechnet sollen 2001 mit 22 Milliarden US-Dollar stolze 70 Prozent des gesamten Umsatzes der Spielebranche ausmachen. Insgesamt rechnet die Informa Media Group bis Ende des Jahres mit 70,4 Millionen verkauften Konsolen. Dabei soll der Löwenanteil mit 69 Prozent (48,4 Millionen Konsolen) auf den Branchenprimus Sony entfallen. Dem stehen 15,1 Millionen GameCube- und 6,9 Millionen Xbox-Geräte gegenüber.
Starke Zuwachsraten erwarten die Analysten auch bei Onlinespielen sowie Titeln für mobile Endgeräte und interaktive TV-Shows. So sollen diese neuen Bereiche bis 2010 54 Prozent mehr Umsatz als bisher generieren. Allerdings mussten erst gestern wieder mit Funcom und 3DO zwei Entwickler, die unter anderem Onlinespiele produziert haben, weitere Mitarbeiter entlassen. 3DO hat beispielsweise das mittlerweile in die Jahre gekommene Meridian 59 und Funcom das aktuelle Anarchy Online entwickelt. (daa)