France Telecom denkt an Übernahme der MobilCom-Schulden
Die France Telecom ist unter bestimmten Bedingungen zu einer Übernahme der UMTS-Kredite von 4,7 Milliarden Euro bereit.
Die France Telecom ist nach dem Aufschub der Kreditrückzahlung des angeschlagenen Mobilfunk-Anbieters MobilCom unter bestimmten Bedingungen zu einer Übernahme der UMTS-Kredite von 4,7 Milliarden Euro bereit. Eines der Hauptelemente sei dabei der Verkaufspreis der Aktien des zurückgetretenen Firmengründers Gerhard Schmid, sagte am Mittwoch in Paris ein Sprecher des Telekommunikationskonzerns. Der zuletzt von Schmid vorgeschlagene Preis von 14 Euro pro Aktie sei noch zu hoch. Ferner müsse noch eine Lösung für die MobilCom-Schulden in Höhe von 1,1 Milliarden Euro bei den MobilCom-Zulieferern Nokia und Ericsson gefunden werden.
MobilCom hat mit einem Bankenkonsortium unter Führung der ABN Amro Bank, der Deutschen Bank AG London, der Société Générale und Merrill Lynch einen Aufschub des zum 31. Juli fälligen Kredits bis zum 30. September vereinbart. Die Stundung erlaubt den Parteien, innerhalb des Zeitraumes die Refinanzierung abzuschließen. Der selbst hoch verschuldete französische Telekommunikationsriese wolle die MobilCom-Schulden über eine besondere unbefristete Anleihe übernehmen, die nicht in der France-Telecom-Bilanz auftauchen solle, sagte die Sprecherin. Der Streit mit France Telecom um die Finanzierung des UMTS-Netzaufbaus hatte MobilCom in die Krise gestürzt und zum Rücktritt des Firmengründers geführt. (dpa) / (jk)