EU fördert Projekt zur mobilen Patientenüberwachung
Mit 4,9 Millionen Euro fördert die EU die Entwicklung eines mobilen Body Area Networks (BAN) zur Überwachung von lebenswichtigen Körperfunktionen via GPRS und UMTS.
Mit 4,9 Millionen Euro fördert die EU die Entwicklung eines mobilen Body Area Networks (BAN) zur Überwachung von lebenswichtigen Körperfunktionen via GPRS und UMTS. Das Projekt MobiHealth wird von einem Konsortium europäischer Firmen und Universitäten unter der Leitung des Handy-Spezialisten Ericsson entwickelt. Es ist zunächst auf 18 Monate ausgelegt. Erste Feldversuche sind ab Juni 2003 geplant. Über am Körper getragene, per Mobilfunk fernablesbare Sensoren sollen beispielsweise Patienten mit Herzproblemen, mit Asthma oder Zuckerkrankheit laufend überwacht werden. Schnelle Hilfe in Notfällen oder selbst die Kontrolle sportlicher Leistungen werden so ohne Einschränkung für die Teilnehmer möglich.
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) hatten erstmals Ende November 2001 auf der Fachmesse MEDICA in Düsseldorf den Prototypen für ein BAN vorgestellt, das allerdings noch stationär arbeitete. Die verschiedenen Sensoren senden mit sehr geringer Leistung -- die Reichweite soll nur etwa 1,5 Meter betragen. Der Patient ist von einer Art "Daten-Aura" umgeben; die Datenübertragungen verschiedener Patienten, die sich möglicherweise in einem Raum befinden, sollen sich so möglichst wenig beeinflussen. Die Sensoren übertragen ihre Messwerte über ein Kästchen, das am Gürtel getragen wird, an eine Basisstation. Von dieser Basisstation aus können die Daten dann beispielsweise per Internet weitergeleitet werden. (wst)