Philips trennt sich von Komponenten-Sparte
Der Elektronik-Konzern will Kosten sparen und die Konzernstruktur vereinfachen.
Der niederländische Elektronik-Konzern Philips will seine Komponenten-Sparte auflösen, um Kosten zu sparen und die Konzernstruktur "zu vereinfachen", heißt es in einer Mitteilung. Zum 1. Januar 2003 wird das Hauptwerk der Sparte in Sunnyvale, Kalifornien, schließen -- für Komponenten-Chef Matt Madeiros hat das Unternehmen keine weitere Verwendung. Einmalig 175 Millionen Euro will der Konzern für die Abwicklung der Sparte, die LC-Displays und optische Speicherkomponenten produziert, ausgeben.
"Wir passen uns der aktuellen Marktsituation an, indem wir den Prozess zu einer besseren Kooperation zwischen den einzelnen Konzern-Sparten verbessern und uns auf Wachstumsaktivitäten konzentrieren", so Artthur van der Poel, Executive Vice President. Als eigene Sparte mache die Komponenten-Produktion keinen Sinn mehr. Einige Teile sollen in andere Divisions von Philips übernommen werden. So verschmilzt Mobile Display Systems mit den Sprachaktivitäten und wird unter dem Dach der Halbleiter-Gruppe zusammengeführt.
Mit diesen Maßnahmen will Philips dem Ziel näher kommen, jährlich 50 Millionen Euro einzusparen. Vergangenes Jahr meldete der Konzern einen Rekordverlust von 2,6 Milliarden Euro. Vor wenigen Tagen gab die Gesellschaft bereits den Verkauf seiner Sparte für Spracherkennungssoftware bekannt. (tol)